Besuch aus Lagos

 -  In eigener Sache

Besuchergruppe aus Lagos / Nigeria zum Thema "Bezahlbarer Wohnraum und partizipatives Bauen"

Eine Woche verbrachte eine Besuchergruppe aus Nigeria in München, um sich über verschiedene Projekte und Themen zu informieren.

Als Teil eines Projektes zu „Bezahlbarem Wohnen“ des Programms „Inclusive Megacity Lagos“ organisiert die Heinrich-Böll-Stiftung Nigeria in Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern eine Besuchsreise von sieben TeilnehmerInnen eines Arbeitskreises nach München in der Zeit vom 24.4. bis zum 29.4.2017.

Gründe für die Besuchsreise:
Die Situation in Lagos  Lagos ist eine Stadt mit geschätzten 20 Millionen Einwohnern, die aus allen Nähten platzt. Als Wirtschaftsmetropole nicht nur des Landes Nigeria, sondern der ganzen Region Westafrikas, ist die Attraktivität der Stadt trotz allem ungebrochen. Neben ungenügender Infrastruktur sind fehlende kostengünstige Unterkünfte für die Masse der Menschen, die v. a vom Niedrigsten- bis Niedriglohnbereich leben, das größte Problem. Von der Politik wird diese Problematik in keiner Wohnbausegment Kapitalgeber und Investoren attraktiver zu machen. In Anlehnung an die Entwicklung asiatischer Städte wird versucht, diese Problematik durch ein Bauen in die Höhe zu lösen. Dies widerspricht Wohnungssuchenden, denn diese leben möglichst nah an der Straße, wo sie direkten Zugang zu Kunden haben. Wohnraum und Arbeitsplatz fallen hier meist zusammen.

Ziele der Besuchsreise:
Die Besuchsreise hat vorwiegend das Ziel, verschiedene Arten von privaten und öffentlichen Genossenschaftsprojekten, sowie ihre Akteure und Kooperationen kennenzulernen. Dabei sollen die Schritte und Möglichkeiten, die das Ziel haben schnelle und flexible Antworten auf den Quartiersentwicklungen beleuchtet und vor Ort besichtigt. Das Programm thematisiert einerseits die Verantwortung und Möglichkeiten der Politik bezahlbaren Wohnraum als Voraussetzung für eine weiter prosperierende Stadtentwicklung zu schaffen, und zeigt die Aushandlungsprozesse der verschiedenen politischen Entscheidungsträger untereinander und mit anderen Interessengruppen, wie zivilgesellschaftlichen Initiativen, auf. Anhand konkreter Projekte Partizipationsmodelle und die Ergebnisse der Planungs- und Bauprozesse für das soziale und nachhaltige Leben in München vorgestellt.

TeilnehmerInnen der Besuchsreise:
Die TeilnehmerInnen der Reisegruppe kommen aus öffentlich, privaten, zivilgesellschaftlichen und akademischen Arbeitsbereichen:
Adeyemi Olaide Oginni (Dozentin am Department of Architecture, University of Lagos) Gbadeo Olujare Adejana (Direktor der Immobilienfirma Realty Point Estates) Lookman Oshodi (selbstständiger Stadtplaner; Direktor, Arctic Infrastructure) Murtala Adekunle Balogun (stellv. Direktor Planungsabteilung des Wohnbauministeriums) Victoria Ohaeri (Direktorin der NGO Spaces for Change) Raymond Gold (Leiter der Social Housing Unit, Nigerian Federation of Informal Settlements) Monika Umunna (Programm-Managerin Megacity Lagos, Heinrich-Böll-Stiftung) Beate Adolf (Afrikareferat Berlin, Heinrich-Böll-Stiftung)

Auf dem Programm standen:
Quartiers- und Genossenschaftsentwicklung in München
Besuch des Planungsreferats der Stadt München
Verschiedene Vorträge in der mitbauzentrale
Führungen und Besichtigungen unterschiedlicher Projekte

Downloads:
Wochenprogramm der Besuchsreise
Artikel des Architekturmuseums TU München

Zurück