Bahn frei für über 500 Genossenschaftswohnungen in Freiham
Bahn frei für über 500 neue Genossenschaftswohnungen
Mit dem Stadtratsbeschluss der Vollversammlung vom 17. Dezember 2025 ist der Weg frei für die Vergabe von fünf Grundstücken an Genossenschaften im neuen Stadtteil Freiham sowie eines Kleingrundstücks in Solln.
Bei den Grundstücken handelt es sich unter anderem um die letzten Baufelder des ersten Realisierungsabschnitts in Freiham. Sie liegen in attraktiver Lage nahe der S-Bahn-Station „Freiham“ und bieten Potenzial für rund 525 Wohnungen. Die Landeshauptstadt München hatte diese Flächen bereits Anfang 2025 im Rahmen eines Konzeptvergabeverfahrens für Genossenschaften ausgeschrieben.
Vorgesehen ist der Bau von Wohnungen in unterschiedlichen Förderkategorien:
20 % EOF, 32,5 % München Modell und 42,5 % KMB. Zusätzlich konnten die Genossenschaften mit ökologischen und sozialen Qualitäten in ihren Konzepten punkten. Den Zuschlag erhält jeweils das bestbewertete Konzept.
Bislang konnte die Stadt jedoch keine Vergabe vornehmen, da die finanzielle Absicherung der Wohnraumförderung nicht gewährleistet war. Der Freistaat Bayern müsste für die Mittel der EOF-Wohnungen aufkommen, das Programm ist jedoch für 2025 und 2026 überzeichnet. Erst ab 2027 wird es hier voraussichtlich Entspannung geben. Mit dem aktuellen Stadtratsbeschluss werden die erforderlichen Mittel nun im Haushalt der Landeshauptstadt München eingeplant. Die im Juli beschlossenen Mittel für die „kommunale EOF“ werden hier eingesetzt und auch der „Teuerungsausgleich“ für die KMB-Wohnungen kann für diese Wohnungen beantragt werden. Die Grundstückszusagen an die Genossenschaften sollen noch in diesem Jahr versendet werden.
Parallel zur Bereitstellung der Fördermittel wurden auch die Mietobergrenzen für Erstvermietungen angepasst. Ab dem 1. Juli 2026 gelten folgende
Höchstwerte:
EOF: 12,40 €/m²
München Modell: 13,50 €/m
Hier kann der Beschluss nachgelesen werden: RatsInformationsSystem München - Sitzungsvorlagen - Sitzungsvorlage 20-26 / V 18400
Gleichzeitig überlegt die Abteilung der Wohnraumförderung des Planungsreferates wie es mit Grundstücksausschreibungen weiter gehen könnte. Der städtische Haushalt ist angespannt und die Förderhöhe für Wohnraum soll reduziert werden. Aus diesem Grund sollen in 2026 Grundstücke für Genossenschaften und andere Bauträger als Modellprojekte ausgeschrieben werden. Die Konzeptvergabe wird voraussichtlich ein Gebot zur Miethöhe und zum Erbpachtzins sowie ein inhaltliches Konzept zu sozialen Aspekten und innovativen Wohnformen umfassen. Die Anforderungen an die Wohnungen sollen dabei reduziert werden. Damit eröffnet sich ein großer Gestaltungsspielraum für individuelle Konzepte und neue Ideen im Bereich des Wohnens.