Rückschau: Gemeinsam einfacher und bezahlbarer bauen
Rückschau: Gemeinsam einfacher und bezahlbarer bauen
Am 28. Juli 2026 lud das Referat für Stadtplanung und Bauordnung zur Fachveranstaltung „Münchner Wohnungsbau: Strategien für bezahlbaren und nachhaltigen Wohnraum“ in den PlanTreff ein. Der Fachtag war ein wichtiger erster Schritt, um nach dem Münchner Wohnungsgipfel in den gemeinsamen Dialog und eine konkrete Arbeitsphase einzusteigen.
Nach der Begrüßung durch Stadtbaurätin Prof. Dr. Elisabeth Merk stellte Constanze Amborn den aktuellen Münchner Prozess vor. Karin Loosen von der Hamburgischen Architektenkammer gab Einblicke in den Hamburg-Standard und ein dort entstehendes Pilotprojekt. Sabine Frohnmüller vom Bayerischen Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr berichtete über die Erfahrungen aus der Pilotreihe zum Gebäudetyp E. Mit dem genossenschaftlichen Münchner Pilotprojekt „Das große kleine Haus“ zeigte Rainer Hofmann, wie flächeneffizientes und kostengünstiges Wohnen konkret umgesetzt werden kann.
Neben baulichen Lösungen und reduzierten Standards ist es für kostengünstigen Wohnungsbau ebenso wichtig, die Planungs- und Genehmigungsprozesse in den Blick zu nehmen und zu beschleunigen. Auch hier bietet der Hamburg-Standard mit seinen Ansätzen für effizientere Abläufe, schnellere Genehmigungen und eine engere Zusammenarbeit der Beteiligten ein inspirierendes Vorbild.
Natalie Schaller von der mitbauzentrale nahm im Rahmen der Fachveranstaltung am Workshop zur Zusammenarbeit zwischen Projekten und Verwaltung teil. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie der Austausch zwischen Bauherr*innen, Planenden und Verwaltung so gestaltet werden kann, dass Fragen frühzeitig geklärt, Zielkonflikte gemeinsam bearbeitet und Verfahren effizienter organisiert werden können. Die Hamburger Erfahrungen mit Runden Tischen und einem gemeinsamen Antragstisch lieferten dafür wertvolle Anregungen.
Gerade unter den aktuellen Rahmenbedingungen ist die enge Zusammenarbeit zwischen Politik, Verwaltung, Planenden und Wohnungswirtschaft entscheidend. Alle Beteiligten verfolgen im Kern dasselbe Ziel: gute Häuser zu bauen und bezahlbaren Wohnraum zu schaffen.