Rückschau: Regionale Wohnungsbaukonferenz 2025

Einmal im Jahr organisiert die Stadt München gemeinsam mit einer Kommune aus der Region die „Regionale Wohnungsbaukonferenz“. Gastgeberin war am 13.11.2025 die Stadt Fürstenfeldbruck. Die wunderschön renovierte Tenne des Klosters Fürstenfeld bot dafür einen idealen Rahmen. An diesem Tag widmen sich München und die Region gemeinsam dem Thema Wohnungsbau – denn die Herausforderungen enden nicht an den Stadtgrenzen. Lösungen müssen regional gedacht und entwickelt werden.

In ihren Begrüßungsreden betonten sowohl der Bayerische Staatsminister für Wohnen, Bau und Verkehr, Christian Bernreiter, als auch Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter, dass Wohnungsbau einfacher und damit wieder bezahlbar werden müsse. Thomas Karmasin, Landrat des Landkreises Fürstenfeldbruck, äußerte zudem den Wunsch, dass die neu gegründete Genossenschaft „AmperWoge“ bald ihr erstes Projekt im Landkreis realisieren kann.

Ein Höhepunkt des Tages waren die Präsentationen unter dem Titel „Gelungene Wohnprojekte im Pitch“. Besonders hervorgehoben wurde das Projekt des Katholischen Siedlungswerks in Freiham, das preisgedämpften Mietwohnungsbau realisiert und verschiedene Ansätze für kostengünstiges Bauen umsetzt. Deutlich wurde dabei auch, wie wichtig der Faktor Zeit für die Wirtschaftlichkeit eines Projekts ist: Je früher Mieter einziehen können und je geringer der Bedarf an Zwischenfinanzierungen ist, desto besser lässt sich ein Projekt wirtschaftlich darstellen.

Ebenfalls inspirierend waren der „Kracherhof“ in Eresing der Genossenschaft Linde eG sowie das Projekt „Görzer128“ im Mietshäuser Syndikat. Der Kracherhof wurde denkmalgerecht renoviert; die ehemalige Scheune wurde zu Wohnraum umgebaut, woraus zehn Mehrgenerationenwohnungen entstanden. „Görzer128“, der erste Neubau des Syndikats in München, zeigt, wie moderne Architektur sich harmonisch in die Umgebung einfügen und dennoch eine besondere Identität entwickeln kann. Der kompakte Baukörper mit ebenfalls zehn Wohnungen weist eine höhere Geschossflächenzahl als die umliegende Bebauung auf und passt sich trotzdem überzeugend in das Stadtbild ein.

Die mitbauzentrale war mit einem eigenen Marktstand und der Ausstellung „mitbauen, mitwohnen, mitwirken“ vertreten. Dabei konnten wertvolle Kontakte geknüpft und das Beratungsangebot für die Region vorgestellt werden.

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