Bayernkaserne - das urbane Gebiet im Münchner Norden

Die Stadt München verfolgt bei der Entwicklung der Bayernkaserne im Münchner Norden an der Heidemannstraße neue Ansätze. Das Quartier wird deutlich dichter als bisherige Neubauquartiere. Sie orientiert sich an der Dichte der beliebten Gründerzeitviertel wie Schwabing oder Haidhausen. Ähnlich wie in diesen lebendigen Stadtquartieren sind belebte Erdgeschosszonen in weiten Teilen des Quartiers und Nutzungsmischung geplant. Hochpunkte und Hochhäuser akzentuieren die Bebauung des Quartiers.

Urbanes Gebiet

Möglich wird diese Dichte durch die 2017 neu eingeführte Gebietskategorie "urbanes Gebiet" Die Kategorie entspricht dem „Leitbild einer Stadt mit kurzen Wegen, Arbeitsplätzen vor Ort und einer guten sozialen Mischung“ und ist eine Reaktion auf die steigende Nachfrage nach Wohnraum in Städten. Sie ermöglicht es Kommunen erstmals in städtischen Lagen eine höhere bauliche Dichte und anderer Nutzungsmischung zu realisieren, als dies bisher möglich war. Eine Besonderheit des Urbanen Gebiets ist die explizit in der BauNVO (Baunutzungsverordnung) vorgesehene Möglichkeit zur Festsetzung unterschiedlicher Nutzungen für einzelne Geschosse. So ist es z.B. möglich, dass im Erdgeschoss an der Straßenseite eine Wohnnutzung nicht oder nur ausnahmsweise möglich ist oder im Bebauungsplan ein bestimmter Anteil der zulässigen Geschossfläche für gewerbliche Nutzungen zu verwenden ist.

Planungsgebiet

 

Das 48 Hektar große ehemalige Kasernengelände liegt im Stadtbezirk 12 Schwabing-Freimann, Bezirksteil Freimann und ist seit 2011 im Eigentum der Stadt. Zusammen mit einem ca. 10 Hektar großen Bereich des östlich angrenzenden Gewerbegebiets an der Heidemannstraße werden rund 5.500 neue Wohnungen für bis zu 15.000 Bewohnerinnen und Bewohner entstehen.

Neben den Wohnungen sind Kindertagesstätten, zwei Schulstandorte mit einem Gymnasium, zwei Grundschulen, einer Förderschule und einer Musikschule mit den dazugehörenden Sportanlagen, soziale Einrichtungen wie ein Seniorenzentrum, eine Jugendfreizeitstätte und Nachbarschaftstreffs, Stadtteilbibliothek und eine Zweigstelle der Münchner Volkshochschule, ein großer Lebensmittelmarkt und weitere Geschäfte geplant.
Hinzu kommen öffentliche und private Freiflächen: ein Stadtpark, zwei großzügige Grünflächen im Norden und Süden, der Grünboulevard in Ost-West-Richtung mit Fuß- und Radwegen, gemeinschaftliche Dachgärten und Innenhöfe. Für die Verlängerung der Trambahnlinie 23 führt eine Trasse durch das Gelände, die so genannte Magistrale. An der Heidemannstraße soll eine Feuerwache entstehen.

Es wird ein urbanes Stadtquartier entstehen, das gut mit seiner Umgebung vernetzt ist und attraktive Angebote auch für die Nachbarschaft bietet. Öffentliche und soziokulturelle Nutzungen an geeigneten Stellen tragen zur Urbanität und zur Nutzungsmischung bei.

Planungsstand

2013/2014 fand ein städtebaulicher und landschaftsplanerischer Ideenwettbewerb für das Gelände der ehemaligen Bayernkaserne statt. Der erste Preisträger, die Arbeitsgemeinschaft Max Dudler, Hilmer & Sattler und Albrecht und Adelheid Schönborn Gartenarchitektin sowie Mahl Gebhardt Konzepte wurde beauftragt, einen Masterplan auf Grundlage des Wettbewerbsergebnisses zu erarbeiten.

Für den 1. Bauabschnitt sind für Baugenossenschaften und Genossenschaftsähnliche Wohnprojekte insgesamt 500 WE vorgesehen.

  • WA 11 mit 18.800qm GF
  • MU 1(6) mit 19.900 qm GF (Mischnutzung)
  • Östlicher Teil von MU 1(8) mit ca 8.800qm GF (Mischnutzung)

Siehe Bebauungsplan Nr. 1989 – Ehemalige Bayernkaserne

Die Vergabe der Grundstücke ist in Vorbereitung. Die Grundstücke für Genossenschaften werden voraussichtlich im 2.Halbjahr 2021 ausgeschrieben.

Hinweise zur Grundstücksausschreibung für interessierte Gruppen: Rechtzeitig vor der geplanten Ausschreibung wird die mitbauzentrale zu einer Infoveranstaltung einladen und über mögliche Grundstücke und Vergabekriterien informieren. Bitte halten sie sich über unseren Newsletter auf dem Laufenden.

Weitere Informationen

Informationen zur Bayernkaserne finden Sie