Freiham - Münchens neuer Stadtteil im Westen
Münchens neuer Stadtteil Freiham soll kompakt, grün und urban werden. Das Siedlungsgebiet umfasst eine Fläche von 350 Hektar und liegt am westlichen Stadtrand. Zukünftig werden hier etwa 25.000 Menschen leben und 7.500 Menschen arbeiten.
Grundstücksausschreibungen für genossenschaftlichen Wohnungsbau in Freiham Nord, 2. Bauabschnitt abgeschlossen
Grundstücke mit Baurecht für insgesamt rund 500 Wohnungen wurden für Wohnungsbaugenossenschaften und Wohnprojekte nach Art des Mietshäuser-Syndikats ausgeschrieben.
- Auf den Baufeldern WA 13 Süd, WA 13 Nord, WA 14 Südost, WA 14 Nordost und WA 20 sollen Vorhaben mit den Wohnbauarten "Konzeptioneller Mietwohnungsbau", "München Modell" und "Einkommensorientierte Förderung" entstehen.
- Die Grundstücksausschreibungen wurden bereits an junge Genossenschaften vergeben.
- Die Flächenvergabe erfolgte wahlweise im Kauf oder für 80 Jahre im Erbbaurecht.
- Auf der Projektbörse der mitbauzentrale werden die angehenden Wohnprojekte mit ihrem offenen Wohnungsangebot vorgestellt.
Mehr Info auf der Website der Landeshauptstadt München
Das nördliche Gebiet Freiham ist 190 Hektar groß und damit eines der letzten großen, zusammenhängenden Siedlungsflächen innerhalb der Münchner Stadtgrenzen. Der neue Stadtteil entsteht 12 Kilometer westlich des Münchner Stadtzentrums mit direkter Anbindung an die S4 (Aubing) und S8 (Freiham) sowie die Autobahn A99. Der Namensgeber des Stadtteils ist das nahegelegene Gut Freiham, ein beliebtes Ausflugsziel mit prächtigen Alleen, einer Schlosswirtschaft und einem Biergarten.
Leben im Norden, arbeiten im Süden
Das 250 Fußballfelder große Gebiet teilt sich in zwei Bereiche: Der Gewerbestandort südlich der Bodenseestraße wird seit 2005 realisiert.
Für den Wohnstandort im Norden, zu dem auch ein großzügiger Landschaftspark und ein Schulcampus gehören, war 2016 Baubeginn. Ein Stadtteilzentrum an der neuen S-Bahn-Haltestelle soll das Gewerbe im Süden und das Wohnen im Norden miteinander verbinden.
Im Schnittpunkt zwischen Wohn- und Gewerbestandort ist ein Stadtteilzentrum mit Einzelhandel, Gastronomie und Büroflächen geplant. Zur Versorgung und Belebung der Wohngebiete ist ferner ein Quartierszentrum im nördlichen Teil vorgesehen, wo neben Einzelhandel und Gastronomie auch ein Pflegezentrum und ein kulturelles Bürgerzentrum angesiedelt werden. Im gesamten Gebiet sind 13 Kindertagesstätten, zwei weitere Grundschulen, ein Kinder- und Familienzentrum, ein kulturelles Bürgerzentrum, eine Außenstelle der Münchner Volkshochschule, zwei religiöse Stätten, eine Altenpflegeeinrichtung, ein Jugendtreff sowie Einzelhandels- und Dienstleistungsflächen, Gastronomie, Büro- und Gewerbeflächen und mehrere Nachbarschaften geplant.
Das Wohnquartier Freiham Nord ist auch ein Modellvorhaben zur Entwicklung eines inklusiven und demographiefesten Stadtteils. Daher soll bei der Gestaltung der physischen und sozialen Umwelt auf die Teilhabe aller Menschen geachtet werden.
Der Wohnstandort Freiham Nord unterteilt sich in zwei Realisierungsabschnitte (R1 und R2)
Der 1. Realisierungsabschnitt - Freiham Nord R1
Planungsstand - Freiham Nord R1
Bereits seit den 1960er Jahren beschäftigt sich die Stadt München mit der Erschließung der Flächen in Freiham. Die Ideen für einen Wohnstandort in Freiham wurden parallel zur Planung des Gewerbestandorts Freiham Süd ab dem Jahr 2004 wieder aufgegriffen. Seit 2007 wird die Umsetzung der Planung vorangetrieben. Im Sommer 2011 wurde für den neuen Stadtteil ein städtebaulicher und landschaftsplanerischer Wettbewerb unter dem Motto „Stadt-Weiterbauen“ durchgeführt. Auf dieser Grundlage wurde im Dezember 2013 eine Rahmenplanung für den ersten Bauabschnitt Freiham Nord beschlossen. Am 7. Oktober 2015 hat der Ausschuss für Stadtplanung und Bauordnung den Satzungsbeschluss für den Bebauungsplan gefasst.
Der 1. Realisierungsabschnitt wird in zwei Bauabschnitten (A und B) ausgeschrieben.
Freiham R1 - 1. Bauabschnitt A
Im ersten Bauabschnitt A werden 12 Wohnquartiere errichtet, rund 1.900 Wohnungen und sieben Kitas .
Die KMB-Grundstücke für Bauträger wurden 2016 ausgeschrieben. Im Sommer 2018 wurden die Grundstücke für Bauträger, Baugenossenschaften und Baugemeinschaften ausgeschrieben.
Freiham R1 - 2. Bauabschnitt B
Gemeinschaftliche Wohnprojekte bauen und planen in Freiham
Die ersten gemeinschaftlichen Wohnprojekte des 1.Bauabschnitts (A) in Freiham sind realisiert und bezogen. Im ersten Bauabschnitt haben Genossenschaften und Baugemeinschaften Häuser gebaut, die architektonisch und sozial zu einem lebendigen Stadtteil beitragen. Die einzelnen Projekte werden hier vorgestellt: Realisierte Projekte in Freiham
Die Grundstücke des 2. Bauabschnitts (B) wurden 2025 ausgeschrieben. Den Grundstückszuschlag erhielten folgende Wohnungsbaugenossenschaften:
Diese Genossenschaften sind offen für neue Mitglieder und suchen noch Mitstreiter:innen für ihr Projekt: Zur Projektbörse
Im zweiten 57 Hektar großen Realisierungsabschnitt sind 5.000 bis 6.000 Wohneinheiten geplant. Im Sommer 2017 fand ein städtebaulicher und landschaftsplanerischer Ideenwettbewerb statt. Das Preisgericht vergab im April 2018 den 1. Platz an die Arbeitsgemeinschaft Hild und K Architekten BDA, München mit Sergison Bates architects LLP, London (UK) sowie von Ballmoos Krucker Architekten AG, Zürich (CH) mit Studio Vulkan Landschaftsarchitekten GmbH, Zürich (CH).
Im ersten Bauabschnitt des zweiten Realisierungsabschnitts von Freiham Nord sollen rund 2.800 Wohnungen sowie Schulen, Kitas, soziale Einrichtungen und Grünflächen entstehen. Das nördlich der Annemarie-Renger-Straße und westlich der Aubinger Allee gelegene Planungsgebiet hat eine Fläche von knapp 27 Hektar. Neben Wohnraum für etwa 7.200 Menschen sind hier fünf Kitas, ein Schulcampus mit Grund- und Mittelschule sowie öffentliche Frei- und Grünflächen geplant. Auch besondere Wohnformen sind vorgesehen, darunter eine ambulant betreute Wohngemeinschaft für Menschen mit Pflegebedarf, ein Mehrgenerationen-Wohnprojekt und Wohnungen für Berufsanfänger*innen. Im Planungsgebiet soll ein großer Anteil an gefördertem Wohnraum umgesetzt werden.
Die neue Bebauung setzt die Struktur des ersten Realisierungsabschnitts mit in der Höhe variierenden, fünf- bis siebengeschossigen Wohnblöcken und begrünten Innenhöfen fort. An städtebaulich markanten Punkten sind achtgeschossige Gebäude vorgesehen. Um ein lebendiges Straßenleben zu ermöglichen, sollen in den Erdgeschossflächen, insbesondere entlang der Aubinger Allee und am Quartiersplatz „Freiham Zentrum“, kleinere Läden, Büros, Cafés oder soziale und kulturelle Einrichtungen entstehen. Der kompakte Schulcampus einschließlich seiner Frei- und Sportflächen liegt im Süden des Planungsgebiets, in der Nachbarschaft zum geplanten Freihamer Park und zum Sportpark.
Die Stellplätze für die künftigen Bewohner*innen sind in gut erreichbaren, im Planungsgebiet verteilten Quartiersgaragen, den sogenannten Mobilitätshäusern und -regalen, untergebracht. Dadurch kann auf Tiefgaragen verzichtet werden, sodass die Innenhöfe stärker begrünt und mit großen Bäumen bepflanzt werden können. Für mobilitätseingeschränkte Personen sind Stellplätze auf den Baugrundstücken möglich. Es sind fünf Mobilitätsregale und zwei größere Mobilitätshäuser mit ergänzenden Mobilitätsangeboten wie Car- und Bike-Sharing geplant. Die Mobilitätshäuser bieten zudem Flächen für Handwerks- und Gewerbebetriebe, Läden, Restaurants sowie die Möglichkeit für öffentliche Sport- und Freizeitbereiche auf den Dächern. Die durch den Verzicht auf Tiefgaragen und die kompakte Bauweise geringe Versiegelung trägt zusammen mit der intensiven Begrünung und den Flächen für eine effiziente Regenwassernutzung dazu bei, das neue Quartier als „Schwammstadt“ klimaresilient und zukunftsfähig zu machen.
Insgesamt knapp vier Hektar große Grünflächen gliedern das neue Wohngebiet und verknüpfen es mit dem ersten Realisierungsabschnitt. Die Freiflächen im Planungsgebiet werden durch den benachbarten, zukünftigen Freihamer Park ergänzt, der abschnittsweise realisiert wird. Entlang des Parks ist ein Radweg geplant. Ein baumbestandener „Quartiersboulevard“ in Nord-Süd-Richtung verbindet die Quartiersplätze und bildet eine wichtige Achse für den Fuß-, den Rad- und den Busverkehr.
Südlich des Planungsgebiets entsteht eine großzügige Grünfläche, die eine Verbindung zwischen Neuaubing und dem geplanten Freihamer Park schafft. Die attraktiven öffentlichen Grünflächen bieten neben naturnahen Erholungsbereichen auch Raum für Spielplätze und Sportflächen.
Des zweite Realisierungsabschnitt von Freiham Nord wird in zwei Bauabschnitten umgesetzt. Der gesamte zweite Realisierungsabschnitt umfasst rund 6.000 Wohneinheiten sowie Schulen und Kindertagesstätten auf rund 55 Hektar. Insgesamt entsteht im Siedlungsgebiet Freiham Nord Wohnraum für mehr als 25.000 Menschen.
Weitere Informationen zum Projekt unter muenchen.de/freiham.