Umfrageergebnisse der mitbauzentrale

Bei unserer Online-Umfrage Ende 2019 haben 414 Teilnehmer*innen aus dem Raum München mitgemacht.

248 weiblich, 154 männlich, 12 o.A

  • 46–55 Jahre alt (31%)
  • 31–45 Jahre alt (29%)
  • 56–67 Jahre alt (27%)
  • 18–30 Jahre alt (6%)
  • 68+ (4%)

Die meisten Befragten möchten ökologisch nachhaltig wohnen, zentrumsnah und im Neubau / in moderner Architektur. Besonders wichtig ist ihnen die Bezahlbarkeit der Wohnung, gefolgt von der guten Anbindung im ÖPNV, eine gute Hausgemeinschaft sowie gute Versorgung des Quartiers mit Läden, Ärzten, Schulen.

Die von uns befragten Teilnehmer*innen, die bereits in einem gemeinschaftlichen Wohnprojekt leben (150 Pers.), wohnen in einer:

  • Baugemeinschaft (69 Pers),
  • Jungen Genossenschaft (57 Pers.)
  • Traditionsgemeinschaft (17 Pers.)
  • Mietgruppe (5 Pers.)

Menschen, die bereits in einem Wohnprojekt wohnen, schätzen heute besonders die gute Nachbarschaft, die stabilen Wohnkosten sowie das Teilen von Gemeinschaftsflächen- und Räumen.

Sie würden ein gemeinschaftliches Wohnprojekt anderen empfehlen, wegen der:

  • Verschiedenen Raumangebote (45%)
  • Bunt gemischten Bewohnerschaft (30%)
  • Vielfältigen Wohnformen (30%)
  • Sharing-Kultur (25%)

50 von 143 Projektbewohner gaben keine größeren Probleme an (35%).
Als die größeren Hürden – aus eigener Erfahrung – werden genannt:

  • Mängel am Bau (26%)
  • Finanzierbarkeit (24%)
  • Kostensteigerungen (15%)

8 von 164 Personen würden aus eigener Erfahrung ein Wohnprojekt nicht weiterempfehlen:

  • 5 dieser Personen wohnen in einer jungen Genossenschaft, sie nennen im Freitext Gründe sozialer Natur: Mitbestimmung und Gruppendynamiken.
  • 2 Personen sind Miteigentümer in einer Baugemeinschaft, sie nennen Kostengründe, langwierige Entscheidungsprozesse, großen Zeitaufwand.

Generell könnte man sagen, dass bei Baugemeinschaften eher Hürden während der Planungs- und Bauphase genannt werden, wogegen bei jungen Genossenschaften eher Konflikte während des Zusammenlebens entstehen.

(Noch-)Nicht-Bewohner eines Wohnprojekts können sich am ehesten das Leben vorstellen in:

  • einer neu gegründete Genossenschaft (74%)
  • einer Traditions-Genossenschaft (52%)
  • einer Baugemeinschaft (36%)
  • einer Groß-WG (21%)

Die meisten Menschen würden gerne in ein Wohnprojekt ziehen, wenn sie geeignete Mitstreiter hätten, es zentrale (seniorengerechte) Angebote gäbe und sie sich keine Sorgen wegen Konflikten machen müssten.

Bekanntheitsgrad der mitbauzentrale:

Die mitbauzentrale war 32,5% der Befragten kein Begriff, die meisten Befragten jedoch kannten das Angebot der mitbauzentrale über Veranstaltungen, Empfehlungen, Presse und Medien.

Die Befragten interessieren sich im Besonderen für die Themen:

  • Quartierskonzepte und -vernetzung (50,8%)
  • besondere Wohnkonzepte (41,8%) 
  • Wohnen im Alter (36%) 
  • Wohnungspolitik + Soziales Bodenrecht (33,8%) 
  • Finanzierung (32%)