Inklusion leben

Inklusive Wohnprojekte können Genossenschaften, Baugemeinschaften oder Mietergemeinschaften sein, deren Konzept die besonderen Bedürfnisse von Menschen mit Behinderung berücksichtigt. Das ermöglicht eine gleichberechtigte Teilhabe an der Hausgemeinschaft und ihrem Quartier.

Für Menschen mit besonderem Bedarf

Inklusion ist eine wichtige übergeordnete Aufgabe in der Wohnprojekt- und Quartiersentwicklung. Für Wohnprojekte im Stadtgebiet München arbeitet die mitbauzentrale mit dem Sozialreferat, dem Seniorenbeirat und dem Behindertenbeauftragten der Landeshauptstadt München zusammen und sucht Kooperationen mit Betroffenenverbänden und sozialen Einrichtungen.

Das gemeinsame Ziel ist, Menschen mit körperlicher oder geistiger Behinderung den Zugang zu gemeinschaftlichen Wohnprojekten zu ermöglichen und sie bei der Entwicklung eigener Konzepte zu unterstützen.

Flyer zum Thema Inklusion

Inklusion in gemeinschaftlichen Wohnprojekten

Inklusive Wohnprojekte können Genossenschaften, Baugemeinschaften oder Mietergemeinschaften sein, deren Konzept die besonderen Bedürfnisse von Menschen mit Behinderung berücksichtigt. Das ermöglicht eine gleichberechtigte Teilhabe an der Hausgemeinschaft und ihrem Quartier.

Auch können inklusive Wohnprojekte Gemeinschaften von Menschen mit ähnlichen Bedürfnissen sein, die gemeinsam bauen oder mieten wollen, um ein möglichst selbstbestimmtes Leben zu führen. Beispielsweise sind dies Gemeinschaften von Menschen mit ähnlichen baulichen Bedürfnissen, wie etwa Barrierefreiheit für Menschen mit Gehbehinderungen oder blinde Menschen. Inklusive Wohnprojekte können auch ambulant betreute Wohngemeinschaften von Menschen sein, die einen ähnlichen Betreuungsbedarf haben.

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Was ist Inklusion?

Inklusion heißt wörtlich übersetzt "Zugehörigkeit", also das Gegenteil von Ausgrenzung. Wenn Menschen mit und ohne Behinderung ganz selbstverständlich gemeinsam leben, lernen, wohnen und arbeiten, dann ist das gelungene Inklusion. In einer inklusiven Gesellschaft ist es normal, verschieden zu sein.

Inklusion ist ein Menschenrecht, das in der UN-Behindertenrechtskonvention festgeschrieben ist. In Deutschland ist diese Vereinbarung 2009 in Kraft getreten, jedoch ist die Umsetzung von Inklusion ein anhaltender Prozess.

Wie sieht inklusives Wohnen in der Praxis aus?  

Es gibt verschiedene Wohnformen für Menschen mit Behinderungen. Das ambulant betreute Einzelwohnen wird von Menschen im Rollstuhl bevorzugt, die je nach Bedarf Assistent:innen anstellen für die Unterstützung im persönlichen und beruflichen Alltag. Die Wohnungen bzw. die Bäder sind i.d.R. größer, um die Handhabung mit dem Rollstuhl zu ermöglichen. Daneben gibt es Wohngruppen für Menschen mit kognitiven, körperlichen oder seelischen Behinderungen sowie Wohngemeinschaften für Menschen mit Pflegebedarf.  Sie werden je nach Konzept von Trägerorganisationen und / oder Pflegediensten organisiert und betreut.
Die Betroffenen beziehen je nach persönlicher Situation zur Finanzierung ihres Lebensunterhalts Sachleistungen oder ein persönliches Budget, sowie Eingliederungshilfe durch den Bezirk und ggf. Leitungen der Pflegeversicherung und des Jobcenters.

Gibt es finanzielle Förderung für die inklusiven Wohnformen?  

Es gibt eine staatliche Förderung für den Bau von Wohnraum für Ältere Menschen und für Menschen mit Behinderungen. Die Förderung ist an Einkommensgrenzen gebunden, die von den Mieterinnen und Mietern eingehalten werden müssen. Auch bei den Münchner Förderprogrammen müssen Einkommensgrenzen eingehalten werden. Trägerorganisationen bevorzugen die Förderprogramme mit höheren Einkommensgrenzen, weil die mit weniger Vorgaben bei der Belegung von WG-Zimmern verbunden sind.  

Welche baulich-räumlichen Vorgaben gibt es? 

Bauliche Maßnahmen und Raumprogramm richten sich nach den Vorgaben der Förderprogramme und nach den spezifischen Bedarfen der Zielgruppe. Dies sollte mit dem Träger frühzeitig besprochen werden. Bei geförderten Wohnungen ist die Barrierefreiheit nach DIN 18040-2 vollumfänglich einzuhalten.  
Rollstuhl-Wohnungen sollten in Absprache mit einem Träger geplant werden, da der Aufwand hoch und die Vermietung unsicher ist.  
Die Planung rollstuhlgerechter Gemeinschaftsräume, Bäder und Zimmer richten sich nach dem Bedarf der Zielgruppe.  Ebenso richten sich Brandschutzanforderungen nach der Zielgruppe.

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