Aktuelle Meldungen zum Thema Wohnprojekte
Aktuelles rund um gemeinwohlorientierte, gemeinschaftliche Wohnprojekte. Mit unserem Newsletter erhalten Sie die aktuellsten Beiträge monatlich zugesandt und bleiben somit auf dem Laufenden.
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Am Mittwoch, 10. Juni 2026 um 18 Uhr lädt der PlanTreff der LH München zur Abendveranstaltung „Der Turbo für den Wohnungsbau“ ein. An diesem Abend geht es um die Herausforderung, bezahlbaren Wohnraum im Einklang mit Klima und Ressourcen zu schaffen. Der Bau-Turbo eröffnet hier neue Chancen. Doch Tempo allein reicht nicht. Es braucht praxistaugliche Lösungen, die ökologisch verantwortungsvoll, sozial ausgewogen und zukunftsfähig sind. Foto:©Thilo Härdtlein
In Tübingen entstehen neue Wohnformen: kleiner privat, mehr gemeinsam. Projekte wie „HEck-Pilot“ zeigen, wie Wohnen bezahlbar und sozial wird. Was hier im Hechinger Eck in Tübingen entstanden ist, ist das Ergebnis einer neuen Wohnungspolitik. Die Stadt setzt seit den 90er Jahren darauf, Grundstücke nicht nach Höchstpreis zu vergeben, sondern nach Idee: Wie wird hier gewohnt? Und von wem?
Die Stiftung trias hat einen „Solidarfonds für genossenschaftliches Wohnen“ aufgelegt. Ziel ist es, Menschen mit wenig Kapital den Zugang zu genossenschaftlichen Wohnprojekten zu ermöglichen. Denn hohe Pflichtanteile sind oft notwendig, schließen aber viele Interessierte aus. Künftig kann die Stiftung über den Fonds Anteile für finanzschwächere Menschen zeichnen – finanziert durch Zustiftungen. So entsteht zugleich eine Möglichkeit, genossenschaftliche Projekte langfristig sozial inklusiver zu stärken.
Wie möchten wir im Alter leben? Diese Frage brachte Elisabeth Burghart, Petra Herzog und später auch Gabriele Übler zusammen. Gemeinsam wollen sie Einsamkeit im Alter vermeiden und setzen auf gemeinschaftliches Wohnen. Unterstützung für ihre ersten Schritte fanden sie bei der mitbauzentrale münchen.
Bezahlbare Wohnungen werden verzweifelt gesucht. Ein Faktor sind die Baukosten. Aber Bauen geht auch günstiger. Ein Beispiel dafür ist das Projekt einer Genossenschaft in München: "Das Große Kleine Haus". Clevere Planung, effiziente Bauweise und ...Bild: Bayerischer Rundfunk 2026
Am 19.5.26 lud Oberbürgermeister Dominik Krause zum Wohnungsgipfel ein, zu dem sich neben Vertreter:innen von privaten Bauträgern, Genossenschaften und der Münchner Wohnen auch Vertreter:innen aus Stadtpolitik und Verwaltung im großen Sitzungssaal des Münchner Rathaus versammelten. Die Landeshauptstadt München steht vor der Aufgabe, auch unter angespannten finanziellen Rahmenbedingungen wirksame Instrumente für die Schaffung und Sicherung bezahlbaren Wohnraums zu erhalten und weiterzuentwickeln. Austausch, Vermittlung und Vernetzung gewinnt weiter an Relevanz, um gemeinsam zu kreativen Lösungen zu gelangen. Auch für die kommende Stadtratsperiode hoffen wir auf eine gute Zusammenarbeit der Landeshauptstadt München mit der mitbauzentrale als vermittelnde und informierende Beratungs- und Schnittstelle zu Münchner Wohnungsbaugenossenschaften sowie Akteuren aus Fachwelt und Zivilgesellschaft.
Im Laufe des Jahres 2026 finden zahlreiche Veranstaltungen statt, die die Ansätze, Ziele und Leitprojekte der Leitlinie Freiraum anschaulich erläutern und erfahrbar machen. Darüber hinaus gibt es Veranstaltungen zu weiteren Themen der Grün- und Freiraumplanung in der Stadt.
Singles und Familien, Rentner und Menschen mit Beeinträchtigung: 80 Erwachsene und 40 Kinder leben jetzt zusammen in einem Mehrgenerationen-Wohnhaus im Frankfurter Stadtteil Niederrad. Sie haben sich in einer Genossenschaft organisiert und schaffen so bezahlbaren Wohnraum in der Stadt. Und sie ergänzen einander wie Rudi, der alle technischen Probleme löst, Angelika und Andreas, die ein Theaterprojekt gründen und Stefan, der das Leben in einer Familien-WG ausprobiert.
Der Arbeitskreis ‚Nachbarschaftsviertel‘ im Gespräch:
Alle Viertel der Stadt, überschaubar eingeteilt, werden so organisiert, dass eine lebendige Nachbarschaft entsteht und Bürger in die Gestaltung ihres Umfelds eingebunden werden. Ein Gespräch des AK ‚Nachbarschaftsviertel‘ im Münchner Forum darüber, wie dieses Ziel erreicht werden kann.
Die Reformbausiedlung Alt-Tempelhof in Berlin vereint viele Ideen, die ein glückliches Leben ausmachen – im eigenen Zuhause und in der Gemeinschaft. Eine Erkundungstour zeigt, warum das Quartier auch heute noch Vorbild für gesundes Wohnen ist.
Ab dem 18. März 2026 lädt die neue Veranstaltungsreihe des BDA München-Oberbayern dazu ein, den Perspektivwechsel beim Entwerfen, Planen und Bauen von Wohngebäudengemeinsam zu diskutieren. Im Austausch zwischen Planenden, Politik, Verwaltung, Wohnungsbaugesellschaften und Genossenschaften, mutigen Investoren sowie ausführenden Unternehmen geht es um neue Formen der Kooperation – weniger regelgetrieben, stärker geprägt von gegenseitigem Vertrauen und gemeinsamem Verständnis.
Im Münchner Kreativquartier entsteht ein Gebäude aus rezyklierten Bauteilen, in dem Wohnen und Arbeiten vereint werden. „Das große kleine Haus“ ist ein Genossenschaftsprojekt in dem ab Sommer 2026 kreativ gearbeitet und kooperativ gewohnt wird. Die Art und Weise, wie hier Bauelemente im Sinne der Kreislaufwirtschaft eingesetzt werden, ist bemerkenswert. (Foto: Matthias Thönnissen)
Am 25. Februar 2026 fand im Kulturzentrum LUISE die dritte Veranstaltung der Reihe „Plantreff On Tour“ statt. Im Mittelpunkt stand das Thema „Quartiere lebenswert“ – mit dem Fokus darauf, wie bezahlbares Wohnen und starke Quartiere in München gelingen können. Stadtbaurätin Prof. Dr. Elisabeth Merk begrüßte die Gäste und unterstrich die hohe Bedeutung und Aktualität des Themas für München.
Das Bauzentrum München lädt ein zum Online-Forum "Einfaches Bauen – Gebäudetyp-e ". Die Veranstaltung erläutert den aktuellen Stand bei den rechtlichen Rahmenbedingungen und zeigt anhand von Pilotprojekten Vor- und Nachteile bei der Umsetzung in die Praxis. Es verbindet Theorie und Praxis und soll den fachlichen Dialog über aktuelle Herausforderungen und Lösungswege befördern. Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme.
Commoning Spaces! Räume fürs Gemeinwohl aktivieren
Der Hans Sauer Preis wird jährlich von der Hans Sauer Stiftung vergeben und würdigt herausragende Projekte und Initiativen, die sich mit einem wechselnden gesellschaftlich relevanten Thema auseinandersetzen. Gesucht werden Projekte und Initiativen, die Räume als gemeinschaftliche Ressourcen begreifen und neue Formen der Nutzung, Teilhabe und Verantwortung erproben. Es sind Preisgelder in Höhe von insgesamt 20.000 Euro ausgelobt. Einreichungen bis 28.4.26 möglich.
Die Münchner Initiative für ein soziales Bodenrecht hat im Vorfeld der Kommunalwahl am 8. März 2026 Bodenpolitische Wahlprüfsteine erstellt und den Parteien vorgelegt.
Zur Vorstellung und Diskussion der unterschiedlichen Positionen hat die Initiative am 11. Februar 2026 zu einer Podiumsdiskussion zum Thema Engagierte Bodenpolitik – Schlüssel für die Schaffung und Sicherung bezahlbaren Wohnraums in den Münchner Zukunftssalon, Goethestraße 28, eingeladen.
Die Positionen von im Münchner Stadtrat vertretenen Parteien zu den Wahlprüfsteinen wurden in einer Dokumentation zusammengefasst, die Sie hier als PDF herunterladen können: Positionen der Parteien.
Das Mehrgenerationenhaus mit gemeinschaftlichen Wohnformen soll langfristig bezahlbaren Mietwohnraum sichern. Über ein Konzeptverfahren erhielt die Gruppe »Görzer128GmbH« 2021 den Zuschlag eines städtischen Grundstücks. Es handelt sich um das erste Neubauprojekt des Mietshäuser Syndikats in München und ist zugleich ein Pilotprojekt der Stadt für die Vergabe von Kleinstgrundstücken für den gemeinschaftsorientierten Wohnungsbau im Erbbaurecht. Der kooperative Planungsprozess wurde von etal. moderiert.
Wie kann Wohnungstausch innerhalb einer Genossenschaft praktiziert werden, damit Menschen in ihrer gewohnten Umgebung bleiben können? Marianne Gadient von der Schweizer Genossenschaft Kraftwerk1 stellte Idee und gelebte Praxis der Veränderungskonferenz vor.
Weiterlesen … Rückschau mitbau IMPULS 28.1.26: Wohnungstausch dank Veränderungskonferenz
"22.000 leerstehende Wohnungen!", titelte die tz pünktlich zur „Leerstandskonferenz“ am 17. Januar 2026 in der Philippuskirche in Giesing. Ganz so dramatisch ist die Lage dann doch nicht, stellte das Rathaus am darauffolgenden Montag klar: Rund die Hälfte dieser Wohnungen seien sogenannte Fluktuationsleerstände, die durch Wohnungswechsel entstünden. Dennoch bleiben etwa 5.500 offiziell leerstehende Wohnungen.
Entmietung, Luxussanierung, Preisexplosion, Gentrifizierung – in München leiden Mieterinnen und Mieter tagtäglich unter den Schattenseiten des völlig entgleisten Wohnungsmarkts. Doch wie kommt es eigentlich zu den berüchtigten Münchner Verhältnissen? Über zehn der größten Probleme der Mieterinnen und Mieter – und die Ursachen.
Referent: Erich Kolenaty
Der Umgang mit Konfliktpotenzialen ist sicher ein zentraler Schlüssel für die Entwicklung kraftvoller Gemeinschaften. Streit ist das schmachvolle Backend oder psychologisierend gesagt: das Symptom, wenn wichtige Felder nicht angemessen bestellt sind.
Der Münchner Stadtrat hat in seiner Vollversammlung am 4. Februar 2026 die neue Pilotförderung zirkuläres Bauen in München beschlossen. Sie wird parallel zu unserem bestehenden Förderprogramm Klimaneutrale Gebäude laufen.
Ziel der Förderung ist es, innovative Pilotprojekte zu begleiten, Umsetzungshemmnisse des kreislauffähigen Bauens zu lokalisieren sowie sinnvolle Ansatzpunkte für finanzielle Anreize zu identifizieren. Die Förderung ist bewusst lösungsoffen gestaltet, um eine Vielzahl unterschiedlicher Projektarten und innovativer Ansätze zu ermöglichen. Die Antragstellung wird ab dem 1. September 2026 möglich sein.
Pressemitteilung: https://ru.muenchen.de/2026/23/Pilotfoerderung-zirkulaeres-Bauen-in-Muenchen-beschlossen-122694
Website: muenchen.de/pzb
Die erste von mehreren Infoveranstaltung zur Pilotförderung findet am 23.03. online über das Bauzentrum München statt: https://t1p.de/x3mmz
Der Förderhöchstbetrag wird von bisher 100.000 Euro auf 150.000 Euro erhöht. Der Tilgungszuschuss wird von 7,5 Prozent auf 15 Prozent angehoben.
Münchner Perspektiven zur Kommunalwahl 2026 – am 22.01.2026 , 18.30 - 19.30 Uhr, Stadtbibliothek im Motorama, Eintritt frei
In Städten wie München spielen Wohnen und Stadtentwicklung eine große Rolle und beschäftigt viele Münchner*innen – nicht nur, aber unter anderem vor allem vor der Kommunalwahl 2026. Daher widmen wir uns dem Thema im Rahmen eines Podiumsgesprächs. Es diskutieren:
Der demografische Wandel, knappe Bauflächen und halb leerstehende Einfamilienhäuser verstärken den Bedarf an neuen Wohnformen – vor allem im ländlichen Raum.
In drei Vorträgen erfahren Sie, wie vielfältig gemeinschaftliches Wohnen ausgestalten werden kann und wo innovative Konzepte bereits funktionieren. Zudem lernen Sie inspirierende Beispiele kennen, die zeigen, wie bestehender Wohnraum besser ausgenutzt und alte Gebäude wiederbelebt werden können. Ebenfalls wird beleuchtet, auf welche Art und Weise Kommunen die Entstehung neuer Wohnformen unterstützen können.
Das detaillierte Veranstaltungsprogramm finden Sie hier.
Häuser leer, Menschen ohne Wohnung – und das mitten in einer Stadt mit steigenden Mieten und wachsender Wohnungsnot. In unserer Stadt stehen 9% aller Büroflächen und 22.000 Wohnungen dauerhaft leer. Die Konferenz „Leerstand beenden – Raum für alle“ am 17.01.2026 will das ändern.
Themenstränge
1. Bodenfrage & Eigentum: Wem gehört die Stadt - und wie entziehen wir Boden der Spekulation?
2. Klima & Ressourcen: Leerstand verschwendet Ressourcen und befeuert Flächenfraß.
3. Gesellschaft & Verdrängung: Leere Häuser schwächen Nachbarschaften und treiben Verdrängungsprozesse voran.
4. Umbauen & Finanzierung: Wie machen wir Umnutzung, Bestandstransformation und hohe Raumqualität bezahlbar?
Die Sicherung und Schaffung von bezahlbaren Mietwohnungen bleibt auch für die kommende Wahlperiode eine vorrangige Herausforderung. Neben Förderprogrammen sind deshalb vor allem eine aktive Bodenpolitik und Baurechtschaffung zentrale Instrumente kommunaler Wohnungspolitik. Rahmenbedingungen wie Zinsniveau, Baupreise oder technische Standards lassen sich dagegen kommunalpolitisch nicht steuern.
Die 2017 gegründete Initiative für ein soziales Bodenrecht setzt sich dafür ein, Boden nicht als eine Ware wie jede andere zu behandeln, sondern als Gemeingut wie Luft und Wasser. Die Initiative für ein soziales Bodenrecht veröffentlicht im Vorfeld der Kommunalwahl am 8. März 2026 die nachfolgenden bodenpolitische Wahlprüfsteine und fordert die Parteien auf, dazu öffentlich Stellung zu nehmen.
Der Bauausschuss des Stadtrats hat das vom Baureferat (Gartenbau) erarbeitete Strukturkonzept als Grundlage für die Weiterentwicklung des Freihamer Parks beschlossen. Der rund 60 Hektar große Freihamer Park, der derzeit im neuen Stadtgebiet Freiham Nord entsteht, ist ein wichtiger Bestandteil des Münchner Grüngürtels. Ein absolutes Highlight ist der Vorschlag zur Umsetzung von zwei Badeseen im Park. Neben dem großen Freizeitnutzen und dem ökologischen Wert stehen diese im direkten Zusammenhang mit den erforderlichen Geländemodellierungen im Bereich des bestehenden Lärmschutzwalls zur Autobahn. Ziel ist, ein möglichst wirtschaftliches und ökologisches Massenmanagement im Park zu realisieren.
Visualisierung des Freihamer Parks (© Wolfram Gothe / LHM Baureferat)
Die Kooperative Großstadt hat schon zwei Wohnhäuser gebaut, zwei weitere sind geplant – um das Münchner Mietenkorsett zu sprengen, aber nicht nur deshalb. Und bald will die Genossenschaft ganz neue Wege gehen. Zum SZ-Artikel
Die Stiftung trias sucht für ihre Geschäftsstelle in Hattingen eine Bereichs-/Kreisleitung Bildung und Netzwerke (w/m/d)
Boden, Ökologie und Wohnen sind die Themen der bundesweit tätigen Stiftung trias. 2002 gegründet, erwirbt und entzieht die Stiftung Grundstücke der Spekulation und führt sie mittels Erbbaurecht dauerhaft einer sozialen und ökologischen Nutzung zu. Mit ihrer Bildungs- und Themenarbeit unterstützt sie gemeinschaftliche Wohn- und Stadtteilprojekte und wirkt an sozial-ökologischen Transformationsprozessen in Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und Praxis mit.
Diese hörenswerte Podcast-Reihe der Netzwerkagentur GenerationenWohnen aus Berlin behandelt pro Folge ein Schwerpunktthema zum gemeinschaftlichen Wohnen und informiert über die Arbeit der Netzwerkagentur. Sie können sich den Podcast direkt hier anhören.
Der Bau-Turbo von Bundesbauministerin Hubertz ist am 30. Oktober in Kraft getreten und soll durch schnellere Genehmigungsverfahren mehr Wohnungsbau ermöglichen. Kommunen können nun Wohngebiete planen und Aufstockungen genehmigen, ohne Bebauungspläne zu ändern, müssen aber binnen drei Monaten über Anträge entscheiden. Erste Städte wie Lahr und Aachen bereiten sich vor, während Freising die Anwendung vorerst auf Eis gelegt hat.
In den vergangen 20 Jahren sind die Immobilienpreise in Bayern jährlich um ca. 10 Prozent gestiegen. Die Preise für baureifes Land haben sich verdreifacht. Während die Bevölkerung in den Ballungsräumen wächst, sinkt die Zahl geförderter Mietwohnungen seit Jahren.
Die vorliegende Handreichung soll kommunale Akteur_innen dabei unterstützen, sich dieser Herausforderung zu stellen. Sie zeigt praxisnah, wie Kommunen aktiv werden können, um eine zukunftsfähige und sozial gerechte Wohnungspolitik zu gestalten. Die Publikation begleitet die Webinarreihe zum kommunalen Wohnungsbau und bietet Perspektiven und Lösungsstrategien für die kommunale Praxis.
Haben wir wirklich ein Platzproblem oder nur ein Verteilungsproblem? Vom Wohnen auf Garagendächern, fliegenden Generationswechsel mithilfe von Tiny Houses und ein Mietshäuser Syndikatsprojekt, das günstigen Wohnraum in Altötting schafft.
Zwölf Erwachsene und ein Kind leben in München-Ramersdorf in einem dreistöckigen Mehrgenerationenhaus, das selbst finanziert, geplant und gebaut wurde. Das Wohnprojekt „Görzer 128“ entstand mithilfe des „Mietshäuser Syndikats“ und kostet 11,50 Euro pro Quadratmeter Miete. Die Finanzierung erfolgte durch städtische Förderung, Bankkredite und eine Million Euro Direktkredite von 126 Privatpersonen.
Die Mieter der Wörthstraße 8 in Haidhausen kauften ihr Haus für 4,2 Millionen Euro selbst, nachdem sie eine Verkaufsanzeige entdeckt hatten. Die Finanzierung gelang durch 200 Direktkredite über 2,8 Millionen Euro, 1,25 Millionen Euro Stadtförderung und ein Bankdarlehen über das Mietshäuser-Syndikat. Nach dreieinhalb Jahren emotionaler Höhen und Tiefen führt die Hausgemeinschaft das Gebäude nun in Selbstverwaltung bei Mieten von durchschnittlich zwölf Euro pro Quadratmeter. (Foto: Oliver Bodmer)
Mit dem Stadtratsbeschluss der Vollversammlung vom 17. Dezember 2025 ist der Weg frei für die Vergabe von fünf Grundstücken an Genossenschaften im neuen Stadtteil Freiham sowie eines Kleingrundstücks in Solln.
Weiterlesen … Bahn frei für über 500 Genossenschaftswohnungen in Freiham
Um die Wohnungsnot für junge Menschen in München ein wenig zu lindern, erprobt man nun in leerstehenden Wohngebäuden das Konzept "Zwischenwohnen". Das Haus gehört eigentlich der Stadt München. Da aber das Geld knapp ist und die städtische Kasse klamm, hat man dort für das Haus derzeit keine Verwendung. Die WG-Bewohner renovieren die Immobilie in Eigenregie und zahlen dafür nur eine geringe Miete.
05.02.–03.03.2026
Mit der Veranstaltungsreihe „Zukunft findet Stadt. ON TOUR" setzen wir uns mit den aktuellen Herausforderungen der Stadtentwicklung auseinander und treffen vor Ort auf zukunftsfähige Lösungen. Jeder Ort der Tour steht für einen spezifischen Themenschwerpunkt und macht innovative Ansätze zur Transformation urbaner Räume erlebbar.
Dabei werden externe Inputs, Best Practices und lokale Erfahrungen zusammengebracht, mit den Münchner*innen diskutiert und so zukunftsweisende Perspektiven für eine nachhaltige Stadtentwicklung geschaffen. muenchen.de/ontour
Mitten in Halle entsteht gemeinschaftlicher, selbstverwalteter Wohnraum: Eine engagierte Gruppe saniert vier leerstehende Häuser und haucht ihnen neues Leben ein. Trotz hoher Kosten und vieler Bauhürden geben sie nicht auf. Mit (privaten) Krediten, Crowdfunding, viel Eigenleistung und echtem Zusammenhalt packen alle mit an – schleppen Bauschutt, helfen einander und übernehmen Verantwortung füreinander. So wächst hier nicht nur Wohnraum, sondern eine lebendige Gemeinschaft.
Im Monitoring werden die Ziele einer nachhaltigen Stadtentwicklung anhand von Indikatoren geprüft. Die Indikatoren sind messbare Anzeiger für unterschiedliche Bereiche des städtischen Lebens, zum Beispiel CO₂-Emmissionen pro Einwohner*in, die Entwicklung der Mieten oder die Pkw-Dichte.
Das FKG startet mit einer neuen, sozial ausgerichteten Fördersystematik ins Jahr 2026. Neuerungen gibt es bei energetischen Sanierungen, hier gibt es Zuschläge für Mehrfamilienhäuser, für Gebäude mit besonders schlechter Energieeffizienzklasse im Ausgangszustand oder für Gebäude in speziellen Wohngebieten. Wie gehabt werden ein Heizungstausch oder Stecker-Solargeräte gefördert. Carolin Kokolsky vom Referat für Klima- und Umweltschutz bietet einen umfangreichen Überblick über die aktuellen Fördermöglichkeiten und geht speziell auf die ab 2026 geltenden Neuerungen ein.
Weil Zuschüsse des Freistaats fehlen, steht der Bau Tausender Sozialwohnungen auf der Kippe. Nun sucht die Stadt selbst nach neuen Wegen, um bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Grüne und CSU fordern Anleihen oder Fonds, mit denen Münchnerinnen und Münchner in den Wohnungsbau investieren können – und gleichzeitig davon profitieren.
Die Plattform-E ist die zentrale Austatuschplattform, die Praxiserfahrungen rund um das einfache und experimentelle Bauen systematisch sammelt, aufbereitet und zugänglich macht. Die Wissensdrehscheibe macht dieses Wissen für alle Akteure der Baubranche zugänglich und greifbar. Die Mission: Hürden abbauen, um Bauen einfacher, ressourcenschonender und bezahlbarer zu gestalten.
Wer bei der Umfrage #besserwohnen mitmacht, trägt dazu bei, sichtbar zu machen, wie es Mieterinnen und Mietern in Deutschland wirklich geht. Je mehr Menschen ihre Erfahrungen teilen, desto klarer wird: Wo klemmt es? Wo klappt es gut? Und wo braucht es dringend Veränderungen?
Kurz gesagt: Teilnehmende erhalten Orientierung – und zugleich werden Missstände oder positive Beispiele sichtbar gemacht, hilfreich für alle, die nach Lösungen suchen.
Mehr als viermal so viele Wünsche wie Geld: In einige Städte in Bayern, die dringend auf den Bau von bezahlbaren Wohnungen warten, flossen zuletzt kaum Fördermittel. Warum reichen die Fördermittel für bezahlbare Wohnungen nicht und werden die Millionen überhaupt richtig verteilt?
Weit im Münchner Westen, wo die bayrische Landeshauptstadt aufs Umland stößt, wächst seit 2006 der Stadtteil Freiham. Auf rund 350 Hektar sollen bis 2040 über 25.000 Menschen wohnen und 18.000 Arbeitsplätze entstehen. Seit Mitte der 2000er Jahre gibt es ein Gewerbegebiet und einen S-Bahn-Anschluss, es folgten unter anderem eine modulare Grundschule und der Schulcampus , kurz darauf der Sportpark. Parallel dazu werden Wohnungen gebaut, wobei ein Drittel der Baufläche, wie in München üblich, an Genossenschaften gegeben wird.
Wissen zu teilen und für Interessierte sowie Gruppen nutzbar zu machen, die ein Wohnprojekt gründen und betreiben möchten, ist ein zentrales Anliegen der Stiftung trias als gemeinnützige Stiftung für Boden, Ökologie und Wohnen. Das Wohnprojekte-Portal bleibt daher weiterhin kostenlos. Neu ist zudem: Auch die Fachpublikationen stehen ab sofort kostenfrei in digitaler Form zur Verfügung.
Mit ihrer Broschüre wollen die Herausgeber andere Wohnungsunternehmen, Kommunen und Organisationen motivieren, Kooperationsmodelle nachzuahmen oder neu aufzubauen. Gerade angesichts der angespannten Wohnungslage soll so ein gesellschaftlicher Beitrag geleistet werden, um Wohnraum zu sichern und Wohnungslosigkeit zu bekämpfen. Die Beispiele zeigen, dass Zusammenarbeit zwischen Wohnungswirtschaft und Hilfeträgern wirkungsvoll ist — sie kann Mietverhältnisse stabilisieren, Räumungen verhindern und Menschen wieder eine Perspektive auf Wohnen geben. Entscheidend für den Erfolg seien klare Strukturen, feste Ansprechpartner, vertrauensvolle Kooperation sowie abgestimmte Hilfsangebote.
Kommunen, die heute bauen wollen, stehen vor einer doppelten Herausforderung: Wohnraum schaffen – und das im Einklang mit Klima, Ressourcen und sozialem Zusammenhalt. Der neue § 246e BauGB („Bau-Turbo“) eröffnet dafür neue Chancen. Er erlaubt Kommunen, Planungs- und Genehmigungsverfahren zu beschleunigen, damit dringend benötigter Wohnraum schneller entsteht. Doch Tempo allein reicht nicht. Es braucht Lösungen, die ökologisch verantwortungsvoll, sozial ausgewogen und zukunftsfähig sind. Genau hier setzt das Umsetzungslabor für den Bau-Turbo an: Ein Kollaborationsprojekt der Bauwende Allianz, dem Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) und dem Deutschen Institut für Urbanistik (Difu). Grafic Recording aus der Werkstatt Umsetzungslabor
Welche finanziellen Konsequenzen kann eine veränderte Lebenssituation für den Kreditnehmer haben?
Es ist schön und hilfreich einen KfW Kredit mit Tilgungszuschuss für eine Genossenschaftswohnung zu erhalten. Für die kommenden 10 Jahre hat der Kreditnehmer aber auch Verpflichtungen, die gerne aus dem Blickfeld geraten. Diese Fragestellung hat Rechtsanwältin Angelika Majchrzak-Rummel mit einem Berater der KfW-Bank besprochen. Es ging um die Vorfälligkeitsentschädigung der Hausbank und den Zinszuschlag zugunsten der KfW-Bank. Erkenntnisse und wertvolle Tipps zur Vermeidung der nachteiligen Konsequenzen in ihrem Blog.
Mehr als nur Behausungen: Drei aktuelle Beispiele gemeinschaftlicher Wohnprojekte zeigen, wie mit intelligenten Lösungen, mit realistischem Blick und empathischer Haltung Wohn- und Lebensraum entsteht. – in München-Freiham, München-Perlach und in Berlin-Pankow.
Bei der Diskussionsrunde am 26. November 2025 in der Evangelischen Stadtakademie wurde deutlich, wie dramatisch sich die Rahmenbedingungen im Mietwohnungsbau verschärft haben: Steigende Kosten, fehlende Fördermittel und politischer Entscheidungsdruck setzen die Stadt unter Spannung. Die Podiumsgäste aus Politik und Wohnungswirtschaft waren sich einig – ohne entschlossenes Handeln droht ein Stillstand im geförderten Wohnungsbau. Die Erwartungen an die kommenden Stadtratsentscheidungen sind entsprechend hoch.
HouseEurope! setzt sich für zukunftsfähige Gebäudesanierung und bezahlbaren Wohnraum ein. Die Europäische Bürgerinitiative HouseEurope! fordert neue EU-Gesetze, die Anreize und Rahmenbedingungen schaffen, um mehr Menschen zu motivieren, Gebäude umzubauen, anstatt abzureißen. Unterzeichnung bis Ende Januar 2026 https://eci.ec.europa.eu/052/public/ Erfahre mehr über die Forderungen auf houseeurope.de/info.
Am 21.11.25 feierte die Kooperative Großstadt eG ihr zehnjähriges Bestehen im MUCCA im Kreativquartier in München. Unter den Gästen Mitglieder, Wohnende, Freunde und Wegbegleiter wie die mitbauzentrale. Der Abend unter dem Motto „Wachstum und Selbstbedienung“ war nicht nur ein Fest, sondern auch ein Statement für eine soziale und gemeinschaftliche Stadtentwicklung.
Die Gemeinwohl-Methode (weiterentwickelt von Wolfgang Scheffler)
Der Einsatz der Gemeinwohl-Methode stärkt die Legitimität von Entscheidungen und erhöht zugleich deren Qualität. Durch die aktive Einbindung der Bürgerinnen und Bürger entsteht eine größere Identifikation mit den Ergebnissen und ein höheres Maß an Akzeptanz. Das Vertrauen in den Planungsprozess wächst, während das Risiko von Konflikten und Widerständen sinkt. Poster mit der Anleitung. Zur Broschüre (PDF).
In der jüngsten Ausgabe ihrer Satire-Sendung "Die Anstalt" zerlegt das Ensemble den sogenannten Bau-Turbo: Kritisiert wird die Ankündigung der Bundesregierung, Genehmigungs- und Planungsverfahren im Bauwesen zu beschleunigen. Ist die Lösung zur Schaffung von bezahlbarem Wohnraum wirklich bauen, bauen, bauen?
Die Autoren der Handreichung Office to Housing (O2H) – vom Bund Deutscher Architekten – stellten in einer Kooperations-Veranstaltung in der mitbauzentrale am 19.11.2025 vor, welche Chancen im Umbau von Bürogebäuden zu Wohnungen liegen. In einer anschließenden Diskussionsrunde wurde erörtert, welche baulichen und rechtlichen Voraussetzungen erfüllt sein müssen und worauf bei der Projektentwicklung besonders zu achten ist.
Eine Handreichung für Bauherrinnen und Bauherren, Bürgermeister, Verwaltungen, die Immobilienbranche, Planende und die Politik. Sie sollen helfen, die Hürden zu überwinden, die eine Umwandlung leerstehender Büros in bezahlbaren Wohnraum im Wege stehen.
Einmal im Jahr organisiert die Stadt München gemeinsam mit einer Kommune aus dem Umland die „Regionale Wohnungsbaukonferenz“. In Fürstenfeldbruck widmeten sich München und die Region gemeinsam dem Thema Wohnungsbau – denn die Herausforderungen enden nicht an den Stadtgrenzen. Lösungen müssen regional gedacht und entwickelt werden.
Weiterlesen … Rückschau: Regionale Wohnungsbaukonferenz 2025
Die Wohnbund-Tagung „Wohnungsfragen im gesellschaftlichen Umbruch“ des Wohnbundes führte am 21. November 2025 Expertinnen und Experten in der Europäischen Kulturhauptstadt Chemnitz zusammen. Die Veranstaltung zeigte: Einheitliche Rezepte greifen zu kurz – gefragt sind differenzierte Strategien und neue Konzepte für unterschiedliche regionale demografische Entwicklungen.
18.11.2025 von 18.00 bis 20.00 Uhr im PlanTreff, Blumenstraße 31, München
Spielerisch andere Perspektiven kennenlernen, abwägen und aushandeln. Beim Spieleabend im PlanTreff können Besucher*innen in Stadtentwicklungsprozesse eintauchen und selbst kreative Lösungen für planerische Herausforderungen entwickeln. Damit die Gäste mehr als ein Spiel kennenlernen können, wird in zwei Spielrunden à 45 Minuten gespielt. Den Abschluss des Abends bildet ein kleiner Austausch.
Serious Games sind interaktive, spielerische Formate, die gezielt Wissen, Kompetenzen und demokratisches Handeln fördern. Sie stoßen Diskussionen an, entwickeln gemeinsam ein Bewusstsein für Stadtentwicklungsthemen und machen diese erfahrbar.
Unterstützung von Genossenschaften und sozial-ökologischen Unternehmen bei Nachfolge, Umwandlung, Wachstum und Klimaschutz
Genossenschaften und KMU, die an der gemeinwohlorientierten Weiterentwicklung ihres Unternehmens interessiert sind, erhalten ab sofort kostenlose Unterstützung. Im Rahmen des Förderprogramms „Nachhaltig Wirken“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie berät die innova eG bis 2028 im Projekt KlimaCoops interessierte Unternehmen aus den Branchen Energie, Wohnen, Ernährung und Mobilität. Die innova eG ist ein Zusammenschluss von Berater*innen und genossenschafts-fördernden Organisationen.
Bildungsurlaub 1. bis 6. März 2026
Das kleine 1x1 des gemeinschaftlichen Wohnens kennenlernen: Der Bildungsurlaub richtet sich an Personen, die sich dem Thema des gemeinschaftlichen Wohnens nähern möchten, um herauszufinden, ob und in welcher Form diese spezielle Wohnform für sie passt und was sie brauchen, um ein Wohnprojekt zu starten. Dieses Seminar ist eine Kooperation der Stiftung trias, Gemeinnützige Stiftung für Boden, Ökologie und Wohnen mit Arbeit und Leben NRW e.V.
Am 7. Oktober 2025 fand im Bayerischen Landtag ein Fachgespräch zum Thema „Wohneigentum auf Zeit“ statt. Eingeladen waren Expert:innen aus verschiedenen Institutionen:
Ulrike Klar (Stadt München), Hans Meier (VdW), Prof. Seiler-Zimmermann (Hochschule Luzern), Thomas Kollmann (Kollmann Consulting), Dr. Bettina Fanghänel (Botschafterin der Bundesrepublik Deutschland in Singapur) sowie Anne Krins von der mitbauzentrale münchen.
Weiterlesen … Die mitbauzentrale beim Fachgespräch im Bayerischen Landtag
Die dritte Veranstaltung der Quartiersreihe widmet sich dem Thema „Klimasoziales Quartier“, ein Konzept, welches soziale Aspekte und Klimaschutz in der Stadtentwicklung miteinander verbindet. Besondere Beachtung verdient in diesem Zusammenhang die Integration verschiedener Bevölkerungsgruppen in bestehende Quartiere. Expert*innen aus Stadtplanung, Architektur und sozialer Quartiersarbeit geben Einblicke in innovative Konzepte und erfolgreiche Umsetzungsstrategien.
Das Programm "Bürgerinnen und Bürger gestalten ihre Stadt – Bürgerbeteiligung in den Stadtvierteln" unterstützt das Engagement sowohl von Bezirksausschüssen als auch von Bürger*innen in Zusammenarbeit mit Vereinen und Initiativen für kleine stadtteilbezogene Projekte. Die Beteiligung der betroffenen Anwohner*innen muss zentraler Bestandteil des Projekts sein. Die Antragsfrist endet am 31. Dezember 2025.
Unsere 15. Wohnprojekttage waren ein voller Erfolg! Zwei Tage lang gab es Einblicke in gelungene Projekte, mit praxisnahen Workshops und Fachvorträgen zu Strukturen, Prozessen und Konflikten im gemeinschaftlichen Wohnen. Projektinitiativen aus München und der Region, Fachleute aus Wohnungswirtschaft hatten die Gelegenheit genutzt um sich auszutauschen und voneinander zu lernen.
Die Wohnprojekttage bringen Menschen zusammen, die gemeinschaftliches Wohnen, solidarisches Leben und nachhaltige Stadtentwicklung mitgestalten wollen – oder den Einstieg suchen. Zwei Tage lang gibt es Einblicke in gelungene Projekte, praxisnahe Workshops und Fachvorträge zu Strukturen, Prozessen und Konflikten im gemeinschaftlichen Wohnen.
Projektinitiativen aus München und der Region, Fachleute aus Wohnungswirtschaft, Planung und Politik sowie interessierte Bürger:innen treffen aufeinander, um sich auszutauschen, voneinander zu lernen und neue Impulse mitzunehmen. Wohnprojekte, Banken und Dienstleister informieren an Infoständen über ihre aktuellen Angebote.
Das Start-up inGemeinschaft ist gerade einmal ein Jahr alt – und trifft mit seiner Idee einen Nerv: Philipp Bögner, Anne Hufnagel und Andre Schmöller bringen Menschen unterschiedlichen Alters zusammen, die ihren Wohnraum teilen möchten. Ältere Menschen mit viel Platz treffen über die Plattform auf Studierende, Auszubildende oder Berufseinsteiger, die ein Zimmer suchen.
Besucher*innen können sich beim Infotag im Bauzentrum München darüber informieren, mit welchen nachhaltigen Maßnahmen Mehrfamilienhäusern fit für die Zukunft gemacht werden können. Die Veranstaltung bietet ein abwechslungsreiches Programm mit vielfältigen Vorträgen und interaktiven Info-Stationen. Mitarbeitende des Bauzentrums München informieren an der Infotheke zu den vielfältigen Veranstaltungs- und Beratungsangeboten. Besucher*innen können dort auch direkt und unkompliziert Beratungstermine vereinbaren.
26.11.2025 um 19.00 Uhr
Wohnungsbau in der Falle – auf der Suche nach kreativen Konzepten und mutigen Entscheidungen
In der Niedrigzinsphase explodierten die Bodenpreise in München. Zudem haben sich die Baukosten seit 2015 fast verdoppelt. Wer heute zu Marktbedingungen Mietwohnungen baut und wirtschaftlich betreiben will, muss über 30 Euro Miete pro Quadratmeter verlangen. Nur eine von hundert jungen Familien, die nicht auf ein ererbtes Vermögen zugreifen kann, kann sich den Kauf einer Neubauwohnung leisten. Ab kommenden Jahr droht die öffentliche Wohnbauförderung in München wegen angespannter Haushaltslage zum Erliegen zu kommen. Wer baut dann noch Wohnungen? Wer kann sich das Wohnen darin noch leisten?
Die Seniorenhausgemeinschaft ALIA – Anders leben im Alter aus der Ruth-Drexel-Str. 46 in München wurde nominiert für den Deutschen Engagementpreis für herausragendes freiwilliges Engagement. Hier können Sie bis 26.10.25 abstimmen
In den sechs Jahren seit dem Einzug gelang es, die Ziele und Vorstellungen für solidarisches Leben zu realisieren: gegenseitige Hilfe und Fürsorge, feste Rituale wie wöchentliches Kochen und gemeinsames Essen, kulturelle Unternehmungen, Ausflüge usw., gemeinsame Fortbildungen zum Umgang mit altersgemäßen oder gesundheitsbedingten Einschränkungen.
Weiterlesen … ALIA – Anders leben im Alter nominiert für den Deutschen Engagementpreis
Mit dem ersten Wohnprojekt der jungen Münchner Genossenschaft Kooperative Grossstadt eG ist ein echter Hingucker entstanden: Nicht nur von Fachleuten mit dem Architektur-Oscar DAM-Preis 2022 ausgezeichnet, seit kurzem ist San Riemo auch in allen deutschen Kinderzimmern bekannt! Die Sendung mit der Maus berichtet im Oktober 2025 über das aussergewöhnliche Wohnhaus in München Riem. Die Wohnungen sind flexibel abteilbar mit zuschaltbaren Räumen oder Badezimmern. Je nachdem, wieviel Platz die Bewohnenden brauchen. Toberäume für Kinder, eine gemeinsame Großküche, Werkstätten. Geteilt werden auch Autos und Lastenräder in der Tiefgarage. Und ganz oben auf der Dachterrasse steht ein Pizzaofen für alle bereit.
Der zunehmende Flächendruck in Siedlungsräumen, die Anforderungen an dezentrale Energieversorgung und der Bedarf an klimawirksamen Grünflächen erfordern Lösungen für multifunktionale Flächennutzungen. Die Kombination von Photovoltaik und Dachbegrünung bietet hier überzeugende Synergien. Die erfolgreiche Umsetzung eines Solar-Gründachs erfordert eine sorgfältige Planung. Besonderes Augenmerk liegt auf der Abstimmung von Substratdicke, Pflanzenauswahl und Modulaufständerung sowie der Koordination aller beteiligten Gewerke sowohl für die Installation als auch für die Pflege und Wartung.
Der Vortrag von Prof. Dr.-Ing. Nicole Pfoser zeigt die Synergien der Kombination auf und behandelt praxisrelevante Planungsaspekte für die erfolgreiche Umsetzung von Solar-Gründächern. Die Teilnehmenden erhalten einen Überblick über technische Lösungen, Leistungsvorteile und Planungsparameter.
In einer Stadt, in der vielfältige Interessen zusammenkommen, spielt der Dialog mit allen eine zentrale Rolle. Die Ausstellung im PlanTreff zeigt den demokratischen Prozess hinter der Weiterentwicklung unserer Stadt. Die Ausstellung kann von Dienstag bis Freitag zwischen 12 und 18 Uhr besichtigt werden. Bei einer Führung durch die Ausstellung am 23. Oktober um 17 Uhr entdecken Teilnehmende, wie kreative Ideen und gemeinschaftliches Aushandeln die Zukunft Münchens gestalten. Außerdem findet am 28. Oktober um 18 Uhr die Veranstaltung »Zukunft gestalten – Gemeinsam für nachhaltige Stadtquartiere« statt. Interessierte erfahren, wie bestehende Stadtviertel klimaneutral umgestaltet werden.
Am 26. September 2025 lädt das CoopCamp Vertreter:innen von Genossenschaften, Hochschulen, Wirtschaftsförderung und Gründungszentren nach Leipzig (SimpliOffice, Markgrafenstraße 2) ein. Für alle, die sich am kurzfristigen Profitdenken und überkommenen Strukturen in der Wirtschaft stören, sind eingeladen, an der Wirtschaft von morgen mitzuarbeiten: Interaktiv, eigeninitiativ und agil.
Am 25. September 2025 im Fat Cat Kulturzentrum München findet der Baukulturtag statt und beschäftigt sich mit der Frage, wie man Sinn & Energie bündelt, um Baukultur zukunftsfähig zu gestalten. Er verspricht frische Impulse, kontroverse Diskussionen und wertvolle Vernetzung zu
Gemeinsam Verantwortung übernehmen – und Räume schaffen, die Zukunft tragen. Die mitbauzentrale ist mit einer kleinen Ausstellung auch vor Ort.
Was kommt? Was bleibt? Was wird anders?
Stadt und Land verändern sich dynamisch: Klimakrise, Wohnungsnot, gesellschaftliche Spannungen, neue Allianzen und Akteur:innen stellen die Planung zunehmend vor komplexe Herausforderungen. Gewohnte Planungswerkzeuge geraten ins Wanken, Routinen werden hinterfragt, die Geschwindigkeit und Überlagerung von Krisen hält Planende auf Trab. Genau hier setzt die STADTREDEREI an.
Auf der neuen Web-Plattform "Gemeinwohl bauen praktisch" stellt die Montagstiftung Urbane Räume die Grundlagen ihrer Arbeit aus mehr als zehn Jahren Projektentwicklung und -umsetzung zur Verfügung. Öffentlich und kostenfrei. Deren erprobte und entwickelte Methoden und Arbeitsmittel für die gemeinwohlorientierte Immobilien- und Stadtteilentwicklung nach dem Initialkapital-Prinzip werden damit nutzbar für jede und jeden. Die Urheber teilen ihr Wissen und stellen ihre Erfahrungen zur Diskussion, damit mehr Menschen solche Orte schaffen und sich gemeinsam für mehr Gemeinwohl in Stadtteilen einsetzen.
Zwei kleine Portraits von Wohnprojekten aus Frankfurt, wo die neuen Bewohnerinnen und Bewohner gemeinschaftlich zusammenleben. Zum 20-Jährigen des Vereins "Netzwerk Frankfurt für gemeinschaftliches Wohnen e.V." spricht die Leiterin Birgit Kaspar über die Aufgaben der Koordinations- und Beratungsstelle für gemeinschaftliches Wohnen. Der Verein hat zum Ziel, durch Bildungs- und Vernetzungsarbeit innovative und gemeinwohlorientierte Wohnformen in der Rhein-Main-Region zu stärken.
Die Wohnungskrise ist eine europäische Krise. Insbesondere in den urbanen Räumen ist Wohnen für viele Menschen zur Armutsfalle geworden. Europaweit braucht es jetzt enorme Kraftanstrengungen, um eine Kehrtwende in der Wohnraumversorgung einzuläuten. Dabei lohnt der Blick über die Landesgrenzen, um bereits funktionierende Lösungen für mehr bezahlbares Wohnen kennenzulernen.
So wird in Dänemark mit Hilfe eines Fondsmodells dauerhaft sozialer Wohnraum gesichert („Denmarks non-profit affordable and social housing model“. Im Baskenland wiederum ist es gelungen, leerstehende Apartments in bezahlbare Mietwohnungen umzuwandeln („Bizigune, Basque country: converting empty apartments to social rental housing“. Und in Deutschland hat sich bewährt, Gebiete mit angespanntem Wohnungsmarkt festzulegen, um Verdrängung zu verhindern und mehr bezahlbaren Wohnraum zu schaffen: „Gebiete mit angespanntem Wohnungsmarkt. Schärfere Instrumente für mehr bezahlbaren Wohnraum“.
Im PlanTreff wird im Herbst und Winter 2025/26 die Ausstellung „Stadtentwicklung im Dialog – mitdenken, mitreden, mitplanen“ gezeigt. In einer Großstadt wie München, in der vielfältige Interessen zusammenkommen, spielt der Dialog mit allen eine zentrale Rolle. Die Ausstellung zeigt den demokratischen Prozess hinter der Weiterentwicklung der Stadt. Anhand von aktuellen Planungen und Projekten werden verschiedene Instrumente, innovative Methoden und kreative Beteiligungsprozesse vorgestellt, die immer wieder dazu einladen, sich mit der Stadt auseinanderzusetzen.
Aktuelles aus dem Blog von Rechtsanwältin und Wohnprojektberaterin Angelika Majchrzak-Rummel:
Durch das Bürokratientlastungsgesetz IV wurden Genossenschaften unter der Ampel-Regierung zur digitalsten Rechtsform - digitaler Beitritt, digitale Gründung und digitale Verwaltung.
» #62 Genossenschaft * digital. Jetzt geht es (hoffentlich) weiter mit der Modernisierung und Stärkung der Rechtsform! Das Justizministerium hat erneut einen Entwurf für eine Anpassung des Genossenschaftsgesetzes vorgelegt. Interessant ist die Synopse (= Vergleich geltendes Recht und Referentenentwurf)
Fast 50% der schweizer Rentnerhaushalte besitzen Wohneigentum. Mit zunehmendem Alter stellen sich Fragen bezüglich der zukünftigen Gestaltung dieses Wohnraums.
Die neue inspirierende Web-Plattform aus der Schweiz bündelt praxisnah und benutzerfreundlich Wissenswertes für eine zukunftsfähige Weiterentwicklung bestehender Einfamilienhäuser für das Wohnen im Alter. Mit dem Projekt MetamorpHouse soll ein Netzwerk geschaffen werden und bietet Erfahrungsberichte, Tipps und Tools.